Geschichte

Wie es begann

Wie lange es bereits Planspiele gibt, darüber „streiten“ die Gelehrten. Eine genaue Zeitangabe lässt sich in der Literatur nicht verlässlich festmachen. Während manche Quellen die ersten Planspiele auf 3000 v. Chr. datieren und ihren Ursprung in China vermuten, sehen andere das legendenreiche Spiel „Schach“ als erstes strategisches Brettspiel, dessen Entwicklung um 8oo v. Chr. seine Blütezeit erlebte.

Einige Quellen setzen die Entstehung des Planspiels im 18./19. Jahrhundert an. Vor allem Preußen entwickelte Planspiele zu militärischen Zwecken zu einer hohen Kunst. Planspiele dienten zum einen der Planung von Strategie und Taktik, in dem Schlachten im Sandkasten simuliert wurden. Zum anderen wurden sie in der Ausbildung und Personalauswahl von militärischen Führungskräften verwendet. 

Nach dem 2. Weltkrieg erfuhren Planspiele einen Aufschwung und wurden vor allem in den 1960er Jahren für die Manager-Fortbildung interessant. So wurde das erste haptische Planspiel vom McKinsey-Mitarbeiter G. R. Andlinger entwickelt und im Jahr 1958 in der Harvard Business Review veröffentlicht. 

Auch andere Einsatzfelder wurden erschlossen wie der Einsatz von Planspielen im Bildungsbereich, hier vor allem bei kaufmännischen Berufsbildungsprogrammen, aber auch in der Organisationsentwicklung und in der Strategieberatung von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft.